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Streuner



Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beiträge: 1456
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: Do März 20, 2008 12:24 am    Titel: Neue Variante- "Spicy Mixed Pickles " Antworten mit Zitat

Hatte die Tage nach dem Chiliessen bei mir einiges über an Chilis und Gemüse,dass ich verwerten mußte,da frisch.
Da ich genug eingeforene,gedörrte und pulverisierte Chilis habe,kochte ich
jetzt mal Zucchini ,Knobi,Zwiebeln,Ingwer in Scheiben+gelbe und rote
Paprikastreifen+entkernte afrikanische Chinense Chili in üblicher Weise(siehe
Vorbeiträge)ein.
Ist vielleicht mal ne Variante um "die nicht ganz so scharfen Mitglieder "
zu beglücken.
Mit der Zahl der miteingekochten Chilis ,kann man das ja ganz gut steuern.
Vielleicht Schmerzskalamäßig Grad von 1-10 angeben?!
Finde aber gerade die etwas faden Zucchinis ganz prima,um die aufzupeppern!
Den Chilibeginnern reichen sicher eine bis zwei Chinense pro Einmachglas!
Geht mit Gewürzgurken sicher genauso gut!
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 526
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Sa Aug 28, 2010 2:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hänge mich mal an diese Diskussion mit meiner Frage an...

Es wurde schon einiges über Haltbarkeit geschrieben, ich bin mir aber nicht ganz sicher, was meine gestern gemachten Essig-Chili-Konserven angeht.

Ich habe eine eher kleine Menge Chilis eingelegt, fünf Jalapeños und fünf Chile de Seda (hübsche Kombination von rot und grün von den Jalapeños und orange von den Chile de Seda). Ich habe die Schoten in Scheiben geschnitten, so dass eingeschlossene Luft kein Problem sein sollte. Ich bin nach dem Rezept aus dem Chili Pepper Buch vorgegangen (eine Nacht in gesättigter Salzlake einlegen, um Wasser zu entziehen, dann Essigsud kochen und Chilis einlegen). Als Gläser habe ich fünf Babykostgläser genommen, die ich ausgewaschen und eine Viertelstunde ausgekocht habe. Ich habe den Essigsud noch heiß über die Chilischeiben in den noch warmen bis heißen Gläsern gegossen und die Gläser gleich zugeschraubt. Heute morgen habe ich nun festgestellt, dass alle Deckel eindrückbar sind, es hat sich also kein Unterdruck gebildet. Das kann einerseits bedeuten, dass die Gläser und die Mischung nicht heiß genug waren, oder aber, dass die Gläser nicht absolut luftdicht sind. Vermutlich war meine Hoffnung, dass sich später ein schönes "Plopp" beim Öffnen der Gläser ergibt, auch etwas naiv.

Ich bin mir nun unsicher, wie ich die Gläser lagern soll und wie lange sie sich halten. Reicht es, wie oft zu lesen, die Gläser kühl und dunkel zu lagern (z.B. Keller), oder muss ich unseren leider eh meist etwas überfüllten Kühlschrank weiter vollstopfen?
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Streuner



Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beiträge: 1456
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: So Aug 29, 2010 3:29 am    Titel: Moin! Antworten mit Zitat

Ich würde die im Zweifelsfall noch mal einkochen,dann ist die Haltbarkeit sicher 2-3 Jahre gewährt.

Alles andere haste denke ich richtig gemacht.

Wenn du die einkochst,leg am besten ein altes tuch in den Topf,Wasserstand nur so bis halbe Glashöhe.
Dann erhitzen,bis Glasinhalt zu perlen anfängt,Wasser siedet,so auf der Temperatur ca 10 Minuten halten,dann sollte alles gut sein.

Manche Leute stellen die kurz auf den Kopf,damit Luft entweicht,andere drücken noch mal kurz auf den Deckel,was es wohl auch tut.

Vorsichtig mit Topflappen o. ä. herausnehmen.Glaeser nicht in kalte Zugluft stellen,sonst können die knacken.

Hab unlängst noch ein paar in Essig eingekochte Schoten verspeist(ca 3 Jahre alt) waren etwas weich,Farbe der Beeren war ziehmlich verblichen,aber nix vergammelt.

Insgesamt würde ich persönlich gar nix mehr in Essig einkochen ,außer Spicy Mixed pickles o. Gurken.

Da schmecken mir die in einem Mix aus Olivenöl+ Zitronensaft eingelegten Antipasti besser.Rezept dazu hatte ich gepostet.

Wenn ihr das macht,nur in Essig einkochen,gönnt euch guten Essig.

Gibt in vielen Supermärkten Balsamico biancoessig zu erschwinglichen Preisen.

Letztlich läuft es ein bisschen auf die Frage hinaus,wie verwerte und konservierte ich meine Ernte.

Da empfehle ich ruhig mal verschiedene Methoden auszuprobieren.

Gedörrt oder eingefroren,kann man die ja auch erst mal sichern-später nach Gutdünken weiterverwenden/verarbeiten.

Soucen,Pulver,Spiceöl....,da gibt es diverse Möglichkeiten.
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Holzwolle



Anmeldungsdatum: 28.01.2005
Beiträge: 67
Wohnort: Gotha/Thüringen

BeitragVerfasst am: So Aug 29, 2010 11:50 am    Titel: Antworten mit Zitat

Schönen, wenn auch verregneten Sonntag aus Thüringen!

Ich mache es auch wie im Buch beschrieben und das seit einigen Jahren.
Das bedeutet einlegen - nicht einkochen!
Ob sie über mehrere Jahre haltbar sind habe ich noch nicht probiert, warum auch.
Auf jeden Fall sind sie bei sachgerechter Verarbeitung mindestens ein Jahr haltbar und das reicht ja bis zur nächsten Ernte.
Es muss sauber gearbeitet werden und es dürfen nur "gesunde" Beeren verarbeitet werden.
Ganz wichtig ist die Gläser bis zum Rand zu füllen. Beim zuschrauben sollte der Essig ruhig überlaufen.
Dann stelle ich sie über Nacht kopfüber auf ein Küchentuch.
Wenn es drunter trocken bleibt und die Gläser sattvoll sind kann nichts passieren.
Eine Lagerung im kühlen Keller reicht vollkommen aus.
Ich lasse übrigens den Sud abkühlen damit die Beeren schön knackig bleiben.
Natürlich habe ich auch mal ein schlechtes Glas dabei, aber das ist sehr sehr selten.
Übrigens gehören Jalapeno und C.d.Seda auch zu meinen Favoriten.

In der Hoffnung auf besseres Wetter noch einen schönen Tag!
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 526
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: So Aug 29, 2010 12:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Euch beiden!

Die Portion, die ich gemacht habe, ist so klein, dass ich sie sehr wahrscheinlich noch dieses Jahr aufbrauchen werde. Nachos gehören zu den Lieblings"essen" meiner Frau, jeweils eines der fünf Gläschen würde ich wohl für eine Mahlzeit aufbrauchen. Außerdem werde ich sicherlich auch mal eine angebliche Pizza Diavola etwas aufpeppen, so dass sich genügend Gelegenheit bieten wird, diese kleine Menge schnell aufzubrauchen. Das Einlegen ist insofern momentan weniger ein langfristiges Konservieren, als viel mehr das "Zubereiten" dieser typischen Jalapeño-Ringe, die man im Supermarkt für viel Geld kaufen kann. Außerdem ist es natürlich eine Versuchsreihe, um fürs nächste Jahr dazuzulernen.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich nächstes Jahr anbauen werde, wahrscheinlich werde ich aber eine größere Zahl Jalapeños anbauen, so dass ich wahrscheinlich auch eine größere Menge einlegen werden muss. Ob ich nochmal eine Chile de Seda anbaue, weiß ich nicht. Ich finde die Pflanze sehr schön, allerdings hat mich das Aroma nicht so wahnsinnig umgehauen. Ich hatte mir da irgendwie etwas ein bisschen Spezielleres erwartet. Die Früchte sind bei mir auch weniger scharf als die Jalapeños, von einem besonderen Effekt des anderen Capsaicin-Typs habe ich auch nichts bemerkt. Ich werde mal probieren, ob man die Chile de Seda irgendwie gut zum Füllen mit Frischkäse verwenden kann, das könnte ganz lecker sein. Mein einer Jalapeño-Strauch war leider nicht besonders ergiebig (fünf Schoten geerntet, für weitere drei tickt die Herbst-Uhr), da hat die Rocoto schon deutlich mehr gebracht, auch wenn ich schon vier reife Früchte zusammen mit Zweigen wegen Pilzbefalls entsorgen musste.

Es ist jedenfalls schön zu hören, dass eine mittelfristige Konservierung offenbar auch ohne Vakuumverschluss möglich ist. Wenn ich nächstes Jahr eine größere Menge einlege, werde ich es garantiert so machen, wie Streuner es vorschlägt. Momentan mache ich den "Auslauftest" mit den Gläsern. Weil ich relativ viel Luft in den Gläsern habe, werde ich aber vorsichtshalber doch nochmal nach einem Plätzchen im Kühlschrank suchen...
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Evil



Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 1244
Wohnort: Bruchsal

BeitragVerfasst am: So Aug 29, 2010 8:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

phboerker hat Folgendes geschrieben:
Ob ich nochmal eine Chile de Seda anbaue, weiß ich nicht. Ich finde die Pflanze sehr schön, allerdings hat mich das Aroma nicht so wahnsinnig umgehauen.

Rocotos sind bekannt dafür, dass sie frisch eher neutral schmecken (Ausnahme z.B. rote Turbo Pube mit einem birnenartigen Aroma). Gedörrt entfalten sie dann ein traumhaftes Aroma. Für eine frische Verwendung ist mir noch nichts Gutes eingefallen.

Versuch doch einfach mal eine andere Sorte, z.B. Rotoco Manzano (rot oder orange).

phboerker hat Folgendes geschrieben:
Mein einer Jalapeño-Strauch war leider nicht besonders ergiebig

Ich hatte auch noch keine Jalapeño-Sorte mit vernünftigem Ertrag. Abhilfe: Viele Pflanzen auf geringer Fläche zusammensetzen (Abstand 10 cm reicht, ich hatte dieses Jahr 15 cm, was immer noch mehr als genug war) oder auf Aji Angelo oderAji Norteno wechseln, die zwar groß werden, aber extrem ertragreich sind.

Grüße,
Evil
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Meine Chili-Notizen: http://www.hjbaader.de/hot.html
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 526
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: So Aug 29, 2010 8:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Evil hat Folgendes geschrieben:
Rocotos sind bekannt dafür, dass sie frisch eher neutral schmecken (Ausnahme z.B. rote Turbo Pube mit einem birnenartigen Aroma). Gedörrt entfalten sie dann ein traumhaftes Aroma.


Oha, das wird dann mal ausprobiert, wozu habe ich mir gerade ein Dörrgerät gekauft? Smile

Frisch ist grad eine an die Kartoffelsuppe gewandert, die gerade auf dem Herd steht (damit sie sich nicht langweilt, hat sie noch eine Cayenne und drei NuMex Suave als Gesellschaft). Ich hatte sie mir ansonsten noch mit Käse gefüllte und überbacken vorgestellt, wie man auch Jalapeños tiefgekühlt kaufen kann (Feinkost Albrecht hat sowas im Angebot).


Zitat:
Versuch doch einfach mal eine andere Sorte, z.B. Rotoco Manzano (rot oder orange).


Werde ich mich fürs nächste Jahr mal umschauen.


Zitat:
Ich hatte auch noch keine Jalapeño-Sorte mit vernünftigem Ertrag. Abhilfe: Viele Pflanzen auf geringer Fläche zusammensetzen (Abstand 10 cm reicht, ich hatte dieses Jahr 15 cm, was immer noch mehr als genug war)


Die von Dir genannten Alternativen werde ich mir bei meiner Planung mal genauer anschauen (auch die Baccatum-Alternativen in der anderen Diskussion). Ich hatte aber schon daran gedacht, einfach eine ganze Menge Pflanzen anzusetzen. Man bekommt ja eh immer eine ganze Menge Samen auf einmal. Aus meiner Spätanzucht (Probelauf fürs nächste Jahr, da meine sonstigen Pflanzen alle gekauft sind) habe ich auch mehr als ein halbes Dutzend Jalapeños, die sogar schon jede zwei drei Früchte haben, jetzt aber vom Wetter und von den zu kleinen Töpfen gebremst werden (wollte nicht mehr Umtopfen, weil es eben nur ein Experiment ist).
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Streuner



Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beiträge: 1456
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: Mo Aug 30, 2010 12:01 am    Titel: Moin! Antworten mit Zitat

Rocotos hab ich bislang erst mit Hackfleisch o. mit Schafskäse,o. mit Gamba
füllung überbacken gegessen.

Vermutlich sind meine" Roten Riesen" nicht sortenrein,jedenfalls waren die hart an meiner Kapitulationsgrenze was Schärfe angeht.

Dörren geht auch prima,nur muß man die möglichst in Streifen schneiden,weil sehr dickfleischig.
Da bloß aufpassen,die sind so saftig,das Saft schon mal richtig spritzt,bloß nix ins Auge kriegen.
Gedörrte Rocotos sind lecker zum so knabbern,o. in Spiceöl o. als Pulver.

Vom Ertrag sind die kaum zu schlagen.Baccatum bringen auch oft gute Ernten.Lemon Drop,Aji Cito und Rainforest finde ich recht gut.
Die sind knackig und auch ganz gut frisch in Salat ,o. auf Brot,Fisch...

Alternativ zu Jalapeno vielleicht Czech Black anbauen.

Ich probiere noch an neuen Sorten z.B. Mulato und Poplano aus,die haben
echt fette Beeren,nur hab ich sie noch nicht reif-wie auch,bei dem Dauerregen die Tage.

Die sind aber so groß,das man sie bestimmt gut gefüllt grillen o. backen kann.

Gegessen hab ich die noch nicht,bin ich auch neugierig.

Gucke auch gezielt nach großbeerigen,leckeren Chinenssorten.
Bin in Amsterdam grad wieder fündig geworden.Adjuma nannte der Tokohändler die Sorten orange und rot.
Denke das es Aji Umba aus Surinam sind,sehr fette Teile.
Andere großbeerige Chinense aus Afroshops ziehe ich schon erfolgreich,
mit gutem Ertrag.
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Streuner
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 526
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Mo Aug 30, 2010 8:51 am    Titel: Re: Moin! Antworten mit Zitat

Streuner hat Folgendes geschrieben:
Vermutlich sind meine" Roten Riesen" nicht sortenrein,jedenfalls waren die hart an meiner Kapitulationsgrenze was Schärfe angeht.


Das will schon was heißen! Sortenverunreinigungen können meines Wissens bei Rocotos aber nur durch andere Pubescens passieren, weil sich Pubescens nicht kreuzt.


Zitat:
Ich probiere noch an neuen Sorten z.B. Mulato und Poplano aus,die haben echt fette Beeren,nur hab ich sie noch nicht reif-wie auch,bei dem Dauerregen die Tage.


Ich habe eine Ancho San Luis (ist das nicht eine Poblano?), die hat Beeren, die fast so groß wie Gemüsepaprika sind, nur spitz zulaufend. Die Fruchtansätze kamen gleichzeitig mit den von den anderen Pflanzen, sind dann enorm gewachsen und dann ist an der Pflanze nichts mehr passiert. Jetzt endlich sind drei von sechs Beeren umgeschlagen und die anderen fangen gerade an. Bei Nachttemperaturen von unter 10°C wird es aktuell aber auch Zeit. Ich will die jedenfalls auch zum Füllen verwenden.
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Streuner



Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beiträge: 1456
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: Di Aug 31, 2010 3:12 am    Titel: Moin! Antworten mit Zitat

Gibt durchaus Chiliheads,wo 5-10 Rocotosorten nebeneinander kultiviert werden.
Aus solchen Beständen bekam ich meine ersten Beeren-Samen.

Na jedenfalls sehen meine Roten Riesenbeeren irgendwie anders aus,als im Net.
Als milde Sorte kann ich die nicht wirklich bezeichnen!!!!

Habe jetzt durch sehr reiche und freundliche Spenden auch ca 15 Rocotosorten in Kultur

Aus allen wird sicher nix,aber ich arbeite daran..


Die großbeerigen Annuum warte ich auch erst drauf.
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pepperpeter



Anmeldungsdatum: 30.06.2005
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BeitragVerfasst am: Di Aug 31, 2010 1:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

bei semillas kann man nachlesen, dass in mexiko der poblano in seinen verschiedenen entwicklungs- oder verarbeitungsstufen
verschieden benannt wird:

Ancho 101 ist eine Poblano-Sorte mit sehr gleichmäßig großen Früchten. Wird grün getrocknet und heißt dann Pasado, eine absolute Spezialität. (Capsicum annuum)

Ancho Poblano ist eine sehr beliebte Sorte in Mexiko für verschiedene Zubreitungsarten. Die relativ milden, großen, herzförmigen Schoten heißen frisch Poblano und getrocknet Ancho.
Zum Füllen mit Kräuter-Käsemischung werden die Schoten zunächst gegrillt und abgezogen.

PI 176463 Dolmalik ist eine sehr schöne Ancho / Poblano-Varietät aus der Türkei. Die Schärfe der großen, dickwandigen Früchte ist nur im Plazentagewebe um die Kerne lokalisiert.

lg, peter
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 526
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Di Sep 14, 2010 11:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe gerade das erste Gläschen mit den eingelegten Jalapeño- und Chile de Seda-Scheiben auf einer Pizza verteilt. Ich fand die wirklich superlecker! Konnte mit jedem gekauften Jalapeño-Gläschen mithalten, eigentlich war es sogar deutlich leckerer. Das Glas war jetzt ja gerade einmal etwas über zwei Wochen eingelegt, die Schärfe und das Aroma hatten sich aber schon sehr angenehm gleichmäßig verteilt, wobei aber die beiden unterschiedlichen Sorten trotzdem geschmacklich noch gut auseinanderzuhalten waren. Ganz knackig waren die Scheiben auch nicht mehr, was ich aber ebenfalls sehr angenehm fand und vermutlich auch daran lag, dass ich sie mit dem heißen Sud übergossen hatte.

Das mache ich nächstes Jahr definitiv mit einer größeren Menge! Ich werde also wohl ein paar mehr Jalapeño-Sträucher einplanen müssen (Chile de Seda wollte ich eigentlich nicht unbedingt nochmal anbauen, muss ich wohl nochmal drüber nachdenken...)
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Streuner



Anmeldungsdatum: 18.01.2007
Beiträge: 1456
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: Mi Sep 15, 2010 8:06 pm    Titel: Moin! Antworten mit Zitat

Na,wenn Du Jalapenos und einen etwas besseren Essig nimmst,z.B. Balsamico bianco,o. Proseccoessig und vielleicht noch Meersalz,dann
schmecken die fraglos besser als kommerzielle Produkte.

Die sparen da oft an den guten Zutaten,viel fieser Branntweinessig,Zucker,Geschmacksverstärker,wenn man Pech hat.

Weiß nicht,aber Rocotos würde ich gar nicht in Essig einlegen,die schmecken echt besser gefüllt und gebacken.

Jalas,Thaiannuumsorten und auch andere mittelscharfe Annuum gehen dafür ganz gut.

Mit guten getrockneten Kräutern der Provence,Basilikum u. ä. kann man das geschmacklich auch noch etwas optimieren.

Wer mag,kann auch Knobi und Ingwer da mit verarbeiten,ist Geschmackssache.

Knobi läuft in Essig manchmal komisch grün blau an,macht nix,kann man trotzdem essen.

Na denn noch föhliche Experimente!
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Streuner
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
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Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Mi Sep 15, 2010 9:48 pm    Titel: Re: Moin! Antworten mit Zitat

Streuner hat Folgendes geschrieben:
Weiß nicht,aber Rocotos würde ich gar nicht in Essig einlegen,die schmecken echt besser gefüllt und gebacken.


Wollte ich auch noch probieren, aber die Grauschimmelfäule hat mich sehr viele Rocotos gekostet (habe ja nur einen Strauch). Momentan sind wohl noch drei bis vier dran. Vielleicht fülle ich die, allerdings dürften die meiner Frau zu scharf sein, muss ich also als "privates" Kochvergnügen im Wochenplan unterbringen.
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phboerker



Anmeldungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 526
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Do Nov 17, 2011 12:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

phboerker hat Folgendes geschrieben:
Ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich nächstes Jahr anbauen werde, wahrscheinlich werde ich aber eine größere Zahl Jalapeños anbauen, so dass ich wahrscheinlich auch eine größere Menge einlegen werden muss.


Ein Jahr später: gesagt, getan. Dieses Jahr hatte ich fünf "Jalapeño M", die dieses Jahr auch deutlich besser getragen haben. Die Abschlussernte hat 210 Schoten und zwei, drei Dutzend, die zu klein waren, erbracht. Zwar war das Wetter so schlecht, dass kaum etwas rot geworden ist, aber das macht mir bei Jalapeños nichts aus. Ich hatte wegen der dann doch sehr leckeren Ringe auch drei Chile de Seda-Pflanzen, die haben aber insgesamt nur eine Handvoll reife Schoten gebracht. Die unreifen liegen noch herum, aber es kann sein, dass ich die gar nicht verarbeite. Oder vielleicht trocknen? Muss ich erst einmal probieren, ob die aromamäßig so unreif überhaupt irgendwas taugen...

Gestern habe ich jedenfalls knapp 2 Kilo Jalapeño-Ringe eingelegt, dann waren die Gläser und der Essig aufgebraucht. Das letzte halbe Kilo Ringe habe ich notgedrungen eingefroren und werde das vielleicht zu einer grünen Chili-Soße verarbeiten (ich mag den grünen Tabasco sehr gern).

Naja, lange Rede, kurzer Sinn, ich wollte noch einen sehr guten Tipp weitergeben, den ich mir ergoogelt habe:

nach dem Einfüllen des heißen Essigsuds über die Ringe in den Gläsern habe ich die Gläser erst einmal eine Weile stehenlassen (ergab sich automatisch, da ich immer mehrere Gläser ausgekocht und befüllt habe). Dadurch hat sich die Wärme im Glas verteilt, will sagen, der heiße Essig hat die Ringe erwärmt. Danach habe ich die Gläser noch einmal ca. 1 Minute in die Mikrowelle getan. Dabei immer die Nase an der Scheibe plattgedrückt, denn der Inhalt soll nur gerade so zum Kochen gebracht werden, naheliegender Weise aber nicht zum Überkochen. Dann Deckel drauf und kopfüber hinstellen. Kopfüber deshalb, damit beim Abkühlen nicht doch wieder Luft eindringt. Also ähnlich dem von Streuner empfohlenen Einwecken oder Einkochen, nur sehr viel weniger Aufwand.

Tatsächlich hatte sich heute morgen bei allen Gläsern erkennbar ein Unterdruck gebildet, so dass ich guter Dinge bin, dass sich die Ringe auch außerhalb des Kühlschranks lange lagern lassen (klappt bei Marmelade ja auch). Ein Dutzend Marmeladengläser voll Chilis im Kühlschrank sind dann doch ein bisschen platzintensiv. Der Unterdruck bietet jedenfalls den Vorteil, dass man eine vergammelte Konserve leicht am fehlenden "Plopp" erkennt.

Mal sehen, wieviel von der Masse ich überhaupt bewältigt bekomme. Nächstes Jahr werden es wohl weniger Pflanzen werden müssen, da ich dann wegen einer früheren Aussaat auch noch auf die Chile de Seda hoffe, von der mir die Ringe sehr gut geschmeckt haben.
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